Für alle Katastrophen gerüstet Quelle: Neue Tagespost 13.05.1957 

Die Gründungsjahre

Hauswörmannsweg 50 - Unterkunft ab 1954

1952

Im Ratskeller wurde 1952 der Grundstein für den Ortsverband Osnabrück gelegt. Eingeladen durch den "Leiter des OV Osnabrück" Ingenieur Mielenbrink fanden sich die ersten Mitglieder des Ortsverbandes Osnabrück.

1953/1954

Noch ohne Unterkunft wurde aus dem Technischen Hilfswerk 1953 eine Bundesanstalt. Fortan firmierte der Ortsverband unter Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Ortsverband Osnabrück.

Zu Beginn des Jahres 1954 konnte der Ortsverband Osnabrück seine neue Heimat am Hauswörmannsweg 50 beziehen.

Bereits im Mai 54 stellten die "Männer im khakifarbenen Schutzanzug" - wie die Freie Presse sie in ihrem Zeitungsbericht betitelte - ihr Können gemeinsam mit den Sanitätern und Schwestern des DRK und der Berufsfeuerwehr am Herrenteichswall unter Beweis. Unter dem Stichwort "Explosion im Carolinum" mussten 18 Verletzte über einen vom THW gebauten Steg gerettet werden.

Blick auf die Siedlung Quelle: Osnabrücker Tageblatt
Sprengung eines Schornsteins Quelle: Freie Presse

1955-1959

Die folgenden Jahre widmeten sich ganz dem Aufbau des Ortsverbandes. Zeit wurde in die Helferfindung und Ausbildung investiert. Den ersten "realen" Einsatz hatte der Ortsverband Osnabrück gemeinsam mit 400 weiteren Helfern aus Hannover, Celle, Hildesheim, Kiel, Wilhelmshaven und Salzgitter beim Hochwasser der Leine bei Schwarmstedt im Kreis Fallingbostel - dem heutigen Heidekreis im Juli 56.

Bereits im August 56 gab es den nächsten Einsatz - diesmal in Hannover. Hier hatte ein Orkan für erhebliche Schäden in der Elektroversorgung gesorgt. Auch zur damaligen Zeit waren die eingesetzten Helfer auf die Freistellung durch ihre Arbeitgeber angewiesen.

1957 wurde die Siedlung Pye von einer Schlammlawine heimgesucht, welche durch einen Dammbruch ausgelöst wurde. Auf 50.000qm Fläche hatte sich die Schlammmasse ausgebreitet. Auch hier war der Ortsverband Osnabrück gemeinsamen mit Kräften der britischen Armee, der Bundeswehr und den Feuerwehren aus Stadt und Landkreis Osnabrück im Einsatz.

In den folgenden Jahren nahm das THW noch an weiteren Übungseinsätzen teil und war maßgeblich an mehreren Sprengungen beteiligt, unter anderem auch in Melle. Dort musste - aus Gründen der Neugestaltung des Geländes auf dem die 1926 nach Leipzig übersiedelte Druckerei Haag stand - ein Schornstein gesprengt werden.