20.02.2018, von THW/Michael Schott

Zwei Bombenräumungen an einem Tag

DAS hat es in Osnabrück so auch noch nicht gegeben. Am Montag wurden die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Polizei und Rettungsdiensten gleich mit zwei „Ad-Hoc“ Evakuierungsmaßnahmen im Osnabrücker Stadtgebiet konfrontiert.

Symbolbild. Quelle: THW/Michael Schott

In den Morgenstunden wurden die Osnabrücker Einsatzkräfte über einen Kampfmittelfund im Bereich der Gartlage informiert. 232 Anwohner mussten in Folge das Evakuierungsgebiet verlassen. Zu diesem Zwecke wurden zunächst neben Feuerwehr und Rettungsdienst auch 25 Einsatzkräfte des THW OV Osnabrück alarmiert.

Für die Helferinnen und Helfer in Osnabrück schon fast Routine: von Tür zu Tür gehen und Anwohner zum Verlassen des Bereichs auffordern. Es schien eine schnelle und unkomplizierte Maßnahme zu werden.

Doch noch während die Evakuierung des ersten Bereichs lief, wurden die Führungskräfte über einen weiteren Bombenfund auf dem Gelände der Landwehrkaserne in Eversburg/Büren informiert. Betroffen waren knapp 8000 Menschen aus NRW und Niedersachsen. Für die Evakuierung wurden zu diesem Zwecke weitere 105 Helferinnen und Helfer aus den Ortsverbänden Osnabrück, Bad Essen, Melle, Lengerich und Ibbenbüren alarmiert.

„Es ist das erste Mal, dass wir nach einer Ad-Hoc-Lage gleich die zweite haben“, so Zugführer Daniel Schmock. Auch hier klingelten die Helfer ab 20Uhr an zahlreichen Türen und mussten nicht selten mit den Bewohnern diskutieren, welches die gesamte Maßnahme verzögerte.

Um kurz vor Mitternacht hieß es „Sicherheit“: alle Bewohner und Einsatzkräfte haben das Gebiet verlassen. Mit Schlag 12 war auch noch fern der Fundstelle die Detonation des Kampfmittels zu hören: mit einer kontrollierten Sprengung hatte das Team des KBD die Gefahr beseitigt und die Evakuierung konnte aufgehoben werden.

Die Einsatzkräfte konnten nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft in den wohlverdienten Feierabend gehen.

Egal ob Ad-Hoc oder geplante Evakuierung: die grenzübergreifende und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Organisationen hat einmal mehr unter Beweis gestellt wie auch sich ändernde Lagen in kürzester Zeit gemeinsam bewältigt werden können.


  • Symbolbild. Quelle: THW/Michael Schott

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