23.01.2020

Am Ende ein großer Knall...

Am 23.01.2020 stand für die Einsatzkräfte der Stadt Osnabrück die erste Kampfmittelbeseitigung des Jahres an. Betroffen von dieser Maßnahme waren ca. 2200 Bürgerinnen und Bürger, welche ab 09:00Uhr ihre Häuser verlassen mussten.

Routiniert nahmen 50 Helferinnen und Helfer des THW und 40 Kräfte der Feuerwehr Osnabrück die Aufgabe der Informationsüberbringer oder auch „Wecker“ wahr für diejenigen, welche verschlafen hatten oder es einfach nicht wussten. Erfreulicherweise trafen die Einsatzkräfte nur in wenigen Fällen jemanden an. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte dabei vom Ordnungsaußendienst der Stadt Osnabrück.

Nach der Pflicht kommt die Kür – so sagt man. In den Tagen zuvor waren als vorbereitende Arbeiten zum Schutz der umliegenden Häuser und auch der Klinik bereits Container aufgestellt und verbunden worden. Die darin enthaltenen Wasserblasen wurden vor der Entschärfung durch die Feuerwehr mit etwa 75.000l Wasser gefüllt.

Nachdem all diese Maßnahmen abgeschlossen waren, gingen die Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst ans Werk. Alsbald folgte die Meldung „Entschärfen nicht möglich – wir sprengen vor Ort!“.

Um Punkt 15Uhr gab es einen lauten Knall und der Blindgänger war unschädlich gemacht. Die vier zum Schutz aufgestellten Container mitsamt Wasserblasen haben einen großen Teil der Wucht aufgenommen bzw. gelenkt.

Nach Begutachtung vor Ort durch Fachkräfte von THW und Feuerwehr wurde das weitere Vorgehen vor Ort abgestimmt: Rückbau der Schläuche durch die Feuerwehr und Rücktransport der Container zu einem nahegelegenen Platz zum „abwracken“. Der Rücktransport geschah hierbei wie auch beim Aufbau in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Osnabrück, welche den Kranwagen einsetzte.

Der Rückbau dauerte bis in die Nachtstunden. Damit die Helferinnen und Helfer vor Ort verpflegt werden konnten, wurde erstmalig das durch die Stadt beschaffte Fahrzeug der SEG Verpflegung durch die Kräfte des THW in den Einsatz gebracht.

Wie so häufig kommt am Ende dann wieder ein eigentlich viel zu kleines „Danke“ für alle die uns im Einsatz unterstützt oder uns heute den Rücken freigehalten haben – sei es im Einsatz oder im eigentlichen Job. Vielen Dank dafür!


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